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Auch wenn der gerichtlich bestellte Betreuer ein guter Bekannter oder naher Angehöriger ist, kann es sein, dass der Betroffene mit ihm nicht mehr zufrieden ist. Andererseits ist es auch möglich, dass sich der Betreuer in seiner Rolle nicht mehr wohl fühlt und die Betreuung wieder abgeben möchte. In diesen Fällen kann ein Betreuerwechsel durchgeführt werden.

Um einen Betreuerwechsel in die Wege leiten zu können muss bei Gericht ein Antrag wegen Unzumutbarkeit gestellt werden. Unzumutbarkeit liegt beispielsweise vor, wenn familiäre, berufliche oder persönliche Umstände vorliegen, was unter anderem auch eine Überforderung des Betreuers sein kann. Unzumutbar für den Betroffenen kann aber auch sein, wenn der Betreuer das Geld des Betroffenen veruntreut oder sich nicht entsprechend um ihn kümmert.

Der Richter überprüft den Antrag und damit auch ob eine Betreuung durch den derzeitigen Betreuer fortgeführt werden kann. Hierbei müssen allerdings schwerwiegende Gründe vorliegen.

Wenn der Betreuer vom Gericht entlassen wird, wird in der Regel ein neuer Betreuer bestellt, der dann die Betreuung des Betroffenen übernimmt. Möchte aber der Betroffene den Betreuer wechseln ist es wichtig, dass er schon eine Vertrauensperson hat, die dann die Betreuung übernimmt. Hat er diese Person nicht ist es möglich eine Person aus einem Betreuungsverein oder einen Ehrenamtlichen Betreuer einzusetzen.

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